Mittwoch, 2. September 2009

Vancouver - Victoria

Nachdem wir die ersten beide Tage Vancouver zu Fuss und mit dem Bike kennengelernt haben - die Robson Street und vorallem 4th Avenue waren sehr interessant...lauter Outdoor Stores - sind wir am 27.August mit Sack und Pack in Richtung Norden losgefahren. Ja, richtig, in Richtung Norden. Unsere Tour führt uns zuerst nach Powell River in Kanada, wo wir mit der Fähre nach Vancouver Island rübersetzen werden, um von da an nur noch in Richtung Süden zu fahren. Aber nun alles der Reihe nach.

In Vancouver sind wir zum Stanley Park aufgebrochen, welchen wir durchqueren müssen, um dann via die Lions Gate Bridge nach Vancouver North zu gelangen. Ein netter älterer Herr setzte sich Anfangs Park sogleich mit uns in Verbindung (anscheinend studierten wir die Karte etwas zu lange oder Ratlosigkeit war in unsere Gesichter geschrieben) und drängt sich uns (etwas zum Leidwesen seines Kollegen) quasi auf, um den richtigen Weg zu zeigen. Nach kurzer Strecke des gemeinsamen Bikens trennten sich dann aber die Wege und er gab uns noch eine letzten Richtungstip mit auf die Fahrt. Folgend dem Tip stellten wir dann jedoch fest, dass wir auf dem Weg ins Stadtzentrum waren, was ja nicht unsere Absicht war. Fängt ja gut an, gleichzeitig fragten wir uns, wie das denn in einer grösseren Stadt wie Los Angeles werden wird. Auf jedefall fanden wir den richtigen Weg und radelten dann locker Richtung Lions Bridge. Das Gewicht machte sich vorallem beim Aufstieg zur Brücke das erste Mal so richtig bemerkbar. Auf der Brücke genossen wir einen letzten herlichen Blick. Von nun an ging es sehr coupiert Richtung Horseshoe Bay. Endlich auf den Räder zu sein, schien uns beiden sehr zu gefallen. Die Strecke war herrlich. Entlang der Küste bewegte sich die Strasse im stetigen auf und ab Richtung Fährhafen. Nach der Fährfahrt wurde es dann richtig heiss, die Sonne brannte und wir erreichten gegen Abend unseren ersten Campground, den Porpoise Bay Provincial Park. Wir waren die einzigen Radler, was uns überraschte. Dadurch hatten wir ungemein viel Platz. Natürlich waren wir gespannt auf unser erstes Z'Nacht und dann die Übernachtung im Zelt...das Z'Nacht gelang super und die Nacht...na ja, man wird sich wohl noch daran gewöhnen.
Zusammenfassen: Ein super erster Tag auf den Bikes, mit Fleisch am Abend und ruhiger Nacht.

Die nächsten Tage gestalteten sich ähnlich. Wir standen immer sehr zeitig auf, genossen unser Frühstück (Müesli mit Wasser und Milchpulver, dazu Mini-Bagel oder auch nicht). Später kam dann der erste Kaffee dazu (Favorit ist zur Zeit Starbooks Kaffee). Am Mittag einen Lunch, wenn immer möglich mit Früchten und dann am Abend Pasta als Salat oder warm mit Tomaten-Sauce. Mit dem Schlafen happerts bei mir (Paedi) nach wie vor. Einmal sind es die nächtlichen Geräusche eines nahen Betriebes, dann wieder der Highway, ein naher Flughafen in Sidney (nördlich von Victoria!) oder eine Autoalarmanlage, welche nicht Ruhe geben will. Es wird nie langweilig!

Das Wetter meint es sehr gut mit uns, während dem Tag viel Sonnenschein und in der Nacht 'noch' nicht allzu kalt. Die täglichen Strecken von 60-80 km sind gerade richtig, vorallem in der Anfangsphase unserer Reise. Die Wege und vorallem das Verkehrsaufkommen sind dann auch sehr unterschiedlich. Gerade im nördlichen Teil von Vancouver bis Powell River hält sich der Verkehr in Grenzen. Ganz anderst auf Vancouver Island ab Comox, wo sogar auf dem alten Highway sich die Strassen füllen und die Lastwagen schon mal nervig werden können. Eins muss man den Kanadier aber lassen, sie sind sehr rücksichtsvoll gegenüber Radfahrer. Die Gegend ist traumhaft, durch die gemächliche Fahrt mit dem Bike nehmen wir die Natur viel mehr war, sei es visuell aber auch die verschiedenen Düfte (angenehme und unangenehme).

Es ist erstauntlich, wie oft wir schon von verschiedenen Leuten angesprochen wurden und alle sind sie sehr hilfsbereit und interessiert. Vorallem auf den verschiedenen Fähren sind wir oft ins Plaudern gekommen (Man hat ja nichts besseres zu tun)... und Fähre gefahren sind wir in der Zwischenzeit schon einige Male.

Heute erreichten wir dann Victoria (nach 5 Tagen und 400 km) und gönnen uns ein Hotel in DownTown. Morgen werden wir dann in die USA einreisen.

PS: Besten Dank für eure Kommentare, schön von euch zu hören.

3 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Hoi zäme, freuen uns das die erste Woche gut geklappt hat. Ihr fehlt uns bereits. Abends zieht Lionel seine Runden mit dem Fussball und hält immer noch in der Mitte, um zu schauen ob er ja nicht stört..manchmal !!! Der Garten ist schon fast fertig (keine grossen Ernten mehr) und dass Wetter kühlt sich merklich ab (Nacht unter 20°C). Am Tag haben wir immer noch einen schönen Spätsommer, doch es kommen immer wieder Gewitter. Bisher nichts Spezielles, ausser das Quartierfest war toll gem. unseren Kindern. Wir waren auf dem See am Abend (Schlagerparty auf MS Zug mit den Pissnelken). War der Hammer. Aber als wir um 0.30 zurück waren, hingen nur noch ein paar Nasen rum.
Also alles Gute für eure Weiterreise und wir lassen wieder von uns hören. Bis bald und liebe Grüsse, Christian & Co.

Lobo hat gesagt…

Hoi zäme, Im Park da hättet ihr vielleicht mal besser den Kompass hervornehmen sollen. Das ist ja gut gekommen. Jetzt seid ihr ja schon richtig eingefahren. Ist noch kein Bär vor euch über die Strasse gewatschelt?
Weiterhin gute Reise.
sLobos

Anonym hat gesagt…

Hoi Zäma,find ich ja toll das ihr Eure erste Woche schon so gut gemeistert habet. Hier ist alles beim alten. Unser Cousin/e Treff haben wir erfolgreich hinter uns gebracht. Wer am meisten motzte war Silvan und wer dann nicht nach Hause wollte war auch Silvan. Ich wünsche Euch noch eine gute Zeit, passt auf Euch auf. Machts gut. Gruss vo Targis ZKichberg