Nun aber der Reihe nach... War es in Bandon an unserem "Velofreien" Tag noch nass und feucht, folgte dann eine Schönwetterperiode, die bis heute anhält. Einzig der Nebel zog an einigen Tagen in den Morgenstunden noch auf, doch spätestens am Mittag war auch dieser weg. Wir erlebten also die restlichen Meilen in Origon bei schönstem Wetter und blauem Himmel. Der Weg führte nun oft sehr nah an der Küste entlang. Die Lebensmittelinspektion an der Grenzen zu Californien fiel für uns Biker an der Grenze aus. Die nachfolgenden Buchten und Strände waren jede schöner und einzigartiger als die vorherige. Versehen mit grösseren und kleineren Felsformationen glichen sie den 12 'Aposteln' (sind zwar nicht mehr soviele) der Great Ocean Road in Australien...nur waren sie unserer Meinung nach faszinierender, vorallem in Verbindung mit dem meist tief schleichenden Nebel. Wir entdeckten sogar 'Klein-Matterhorn' im Nebel. Nach einer Weile mussten wir das Photografieren einstellen, sonst hätten wir den 'Film' nur mit Strand- und Bucht-Bilder gefüllt. Wir haben uns gedacht, dass die Strecke Bandon bis Bodega Bay "The tremendous Ocean Road of the 1500 Saints" heissen sollte.
Nach Eureka entschlossen wir uns, abseits des Highways 101 die "Lost Coast" zu fahren. Es war wirklich so, wie der Name schon sagt, eine verlohrene Küste, kaum jemand war auf den 70 Meilen anzutreffen. Wir überquerten verschiedene Hügelketten, so the Wildcat, the Wall und the Panther Gap. Hm...heute wissen wir, warum diese Gegenden so heissen: Wildkatze und Panther Gap mit ihren etlichen Kurven und den endlosen Steigungen...und die Wand, hat eine Steigung, welche uns mit dem vollbeladenen Bike richtig herausgefordert hat. Die Gegend und der Küstzenabschnitt war aber der Mühe wert, vorallem der Campground A.W. war ein super Erlebnis, Natur pur.
Ein weiteres Highlight der Strecke ab Bandon waren natürlich die riesen Bäume, die sogenannten Redwoods im Redwood National Park und im Humboldt Redwoods State Park vor und nach Eureka. In beiden Parks haben wir unter den rieisigen Bäumen übernachtet. Diese Bäume sind bis 2000 Jahre alt, haben einen Durchmesser von mehreren Meter und werden an die 100 Meter hoch. Was heute in den beiden Parks noch steht ist der Restbestand eines einst riesengrossen Waldes.
Beeindruckend waren auch die riesen Rockwell Hirsche und Rehe in derselben Umgebung. Eine ganze Herde konnten wir nahe einem Campingground beobachten. Sie liessen sich von uns nicht gross beeindrucken und waren fürs Fotoshooting bereit.
...und dann natürlich der Patrick's Point. Bei all den Campgrounds, die wir schon angesteuert haben, war dies der wohl die grösste Herausforderung. Erst nach etlichem hin und her und einigen zusätzlichen Kurven fanden wir den Eingang zu diesem State Park. Es ist halt manchmal nicht ganz einfach mit den Patrick's :-).
Je weiter südlicher wir fahren, desto mehr Touren-Biker treffen wir an. In Eureka trafen wir ein Paar aus den Staaten, welches seit 12.5 Jahren mit dem Fahrrad durch die Welt gondelt. Es ergab sich zufällig, dass wir mehrere Tage mit Michel aus Eureka und Anny und Walter aus New Zealand unterwegs waren. Wir fühlten uns vorallem im Standish Hickey State Park vor Leggett zu fünft wohler, da dieser Park von Yuppies und Aussteiger mit Hunden sehr gut besucht war, diese Nacht war für uns alle etwas lang und ungemütlich.
Die letzten 150 Meilen vor San Francisco waren geprägt vom auf und ab der Strassen und damit mit entsprechenden Höhenmeter. Da wir aber guten Rückenwind hatten, wurden wir der Stadt förmlich entgegengeschoben. So empfing uns die Golden Gate Bridge bei herrlichem Sonnenschein. Die Fahrt über diese berühmte Brücke war ein tolles Erlebnis. Die letzten 3 Tage verbrachten wir in dieser Metropole und besuchten die Sehenswürdigkeiten wie China-Town, das Cable Car Museum, die Pier39 mit seinen See-Lions, Fisherman's Wharf usw. Biken in San Francisco macht richtig Spass, es hat etliche Fahrradwege und enorm viele Rennradfahrer. Morgen geht unsere Biketour dann weiter in Richtung Honeymoon Bay.
4 Kommentare:
Hallo zusammen
wieder einmal mehr traumhafte Bilder...
Schön zu sehen dass es euch gut geht...
Liebe Grüsse und macht weiter so...
Schokus
Hallo ihr beiden
Nun seid ihr ja schon wieder weitergezogen.
Trotzdem alles Gute auf eurer Weiterfahrt. Freue mich auf die nächsten interessanten Berichte und Fotos.
En liäbä Gruäss
Silvan
Hoi zäme
Ihr habt wie Ameisen bei den Bäumen ausgesehen, sieht aber schon cool aus.
Wieso heisst dieser ominöse Zug "Skunk Train"?
Die Bilder sind schon beeindruckend, vor allem, weil wir dies in unserer Gegend nicht so geniessen können.
Haben die Fahrräder bisher noch gut gehalten? Keinen Reifenschaden?
Weiterhin euch eine gute Reise.
Viele Grüsse
Lobo
Hallo ihr zwei.
es ist ungemein spannend, euch auf eurer Reise virtuell zu folgen. Eure Texte und Bilder sind faszinierend und ermöglichen, so richtig die Seele baumeln zu lassen.
Die Bilder mit dem Nebel sind ganz speziell, wir geben uns in der Schweiz zur Zeit auch schon wacker Mühe mit der Produktion. Ich wünsche euch weiterhin eine erlebnisreiche Fahrt und freue mich auf weitere Impressionen.
Good luck
Urs
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