Freitag, 5. Februar 2010

Warrnambool (SA) - Hobart (TAS)

Die Great Ocean Road war ein weiteres High-Light unserer Reise. Der Himmel war zu Beginn in Warrnambool zwar noch etwas bedeckt, hellte sich aber im Laufe des Tages auf. Port Campbell, Apollo Bay und auch Lorne sind typische Touristenorte und waren zu dieser Zeit entsprechend sehr gut besucht resp. teilweise ausgebucht. Wir hatten in diesen wunderschön gelegenen Dörfern teilweise mühe, einen Stellplatz für unser Zelt zu erhalten. War ganz schön stressig...

Natürlich durfte ein Besuch bei den verschiedenen Fels- und Steinformationen entlang der Küste nicht fehlen. So machten wir halt bei der'London Bridge' (eben eine ursprüngliche natürliche Brücke ins Meer), 'The Arch', 'Loch Ard Gorge' und natürlich bei den 12 Aposteln (wovon nur noch 8 Felstürme wirklich von Strand aus zu sehen sind). Fasziniert haben uns auch die Geschichten, über die Schiffswracks, welche im 19. Jahrhundert an dieser Küste gesunken sind.

In Melbourne kamen wir dann am ersten Tag des "Australien Open" an. Nun galt es ein Hotel zu suchen...und wir merkten schnell, dass dies auch in einer riesigen Stadt anspruchsvoller sein kann. Wir wurden jedoch mitten in der City fündig und genossen die beiden folgenden Tage mit relaxen, sightseeing und shopping. Ob wir am Australien Open waren? Hm, nein, aber wir verfolgten es live am TV (und genossen es, mal wieder fernzusehen... :-). und drückten Roger natürlich die Daumen. wir lernten diesmal die Stadt Melbourne ganz anderst kennen als bei unserem letzten Besuch vor 8 Jahren. Sie überraschte uns mit vielen Fussgängerzonen, Radwegen und gemütlichen Kaffees entlang des Yarra Rivers. Wirklich ein lässiger Ort, um ein paar Tage zu verbringen.

Am 20. Januar gingen wir an Bord der "Spirit of Tasmania". Wir waren sehr gespannt auf die Insel, ihren Regenwald und all die Tiere. Das Wetter für die nächsten Tag schaute sehr optimistisch aus, so dass wir die Inselrundfahrt wie geplant in Richtung Osten, dem regenreichsten Gebiet und dem Regenwald in Angriff nehmen konnten. Bereits am zweiten Tag waren wir mitten in der unbewohnten Wildnis (resp. von Tieren bewohnt) und seinen Bergen. So schlugen wir am Cradle Mountain, dem grossen World Heritage Gebiet, auf 900 Meter über Meer, unser Zelt auf. In der Nacht war es entsprechend kalt und wir bekamen Besuch von den Possums, eines verirrte sich sogar in unser Vorzelt...tia, no worries, das Possum war zum Glück ebenso ängstlich wie Yvonne und hat schnell die Fluch ergriffen.

Am vierten Tag erreichten wir Strahen, das touristische Epizentrum der Westküste und verbrachten einen Tag mit einem Crouse auf dem Gordon River. Wir genossen es, mal wieder ohne eigene Muskelkraft voranzukommen und uns chauffieren zu lassen. In dieser Wilderness sahen wir doch tatsächlich einen Outback-Camper mit einem ZH-Nummernschild - wir konnten es fast nicht glauben.

Die Sonne lachte jeden Tag von blauem Himmel und wir fuhren die nächsten Tage weiterhin durch Regelwälder, entdeckten viele kleine und grössere Seen und durchquerten dann natürlich nochmals das Hochplatau. So erreichten dann die Hauptstadt von Tassie, Hobart.

Tasmanien ist einfach ein Naturwunder und geradezu predestiniert, mit den Fahrrad entdeckt zu werden. Aber nicht nur die Natur, die Tierwelt (Wallabies, Echidnas, Wombats und auch Tiger Snakes haben wir gesehen) und die einsamen Strassen (die wir mit wenigen Touristen und vielen grossen Trucks mit Baumstämmen teilen) macht diese Insel so einzigartig. Wir durften hier viele nette Begegnungen und Bekanntschaften machen und wünschen an dieser Stelle Beat und Carmen (aus der Ostschweiz) für Neuseeland etwas mehr Sonne als sie in Australien hatten :-). Ebenfalls faszinieren uns die wilden Orten, die netten Cafes, die frischen Fish und Chips und der tasmanische Wein (der ist wirklich Spizenklasse).

Da es uns Tasmanien so gut gefällt, haben wir noch eine Zusatzrunde angehängt und sind die südlichste, befahrbare Strecke Australiens gefahren. Dieser Weg führte uns 3 Tage an wunderschönen Küstenabschnitten vorbei und in Cockle Creek trafen wir fast keine Menschenseele und dachten wirklich, dass wir nun das Ende der Welt erreicht hätten.

Nun sind wir wieder in Hobart und werden morgen unsere Reise an der Ostküste fortsetzen. Heute kann sich Sancho von seiner Erkältung erholen und wir ziehen mal wieder einen Regentag ein - der erste seit langer, langer Zeit. Aber der Wettergott ist uns wirklich gut gesinnt. Ab morgen scheint dann wieder die Sonne und die Prognosen für die kommenden 6 Tage sind einfach super schön.

2 Kommentare:

Lobo hat gesagt…

Hoi zäme

Das muss schön sein mal das Ende der Welt gesehen zu haben. Wiederum schöne Bilder, die ihr da zeigt.
Zu empfehlen ist auch Port Arthur im Osten. Dies ist ein sehr geschichtsreicher Ort.
Tassie ist schon eine spezielle Insel mit vielen schönen Orten.
Wir wünschen euch eine unfallfreie Weiterfahrt und grüssen euch ganz herzlich.
s'Lobos

Babs hat gesagt…

hoi zäme, wie immer sehr interessant euer reisebericht! und die fotos einfach wunderschön! :-) mmm... als wir in sidney zwischengelandet sind auf unserer heimreise von neuseeland, habe ich fest an euch gedacht! und euren freunden beat und carmen wünsche ich, dass das neuseeländische wetter noch eine positive wende findet... seit den ersten aufzeichnungen, die es da gibt, hatten sie bis jetzt den schlechtesten sommer! :-( naja, es war immer noch um einiges wärmer als wir hier im moment haben! weiterhin viel spass und ganz liebe grüsse!
babs